
Beizen dient der Entfernung aller Verunreinigungen von
der Edelstahloberfläche mit dem Ziel eine metallisch reine
Oberfläche zu erhalten.
Beizmittel für Edelstahl sollten auf Salpetersäure-Flusssäure-Gemischen oder auf Flusssäure-Wasserstoffperoxyd-Lösungen basieren. Grundsätzlich sollten sie nach dem Stand der Technik frei von Salzsäure und anderen Chloriden sein. Denn bei der Anwendung salzsäurehaltiger Beizen kann es bereits nach wenigen Minuten zur Überbeizung kommen und es besteht zusätzlich die Gefahr der Lochkorrosion.
Das Beizen mit Beizlösungen kann entweder durch Tauchen in Beizbädern oder durch Umpumpen in Rohrleitungssystemen oder auch durch Berieseln der zu beizenden Flächen erfolgen. Beizpasten sind Beizlösungen, die so viskos sind, dass sie auch an senkrechten Flächen haften. Sie können entweder mit Pinsel oder Bürsten aufgetragen werden oder im Sprühbeizverfahren, bei dem Pasten mit einem Niederdrucksprühgerät auf die Oberfläche aufgetragen wird.
Beizchemikalien sind Gefahrstoffe im Sinne der Gefahrstoffverordnung und unterliegen den strengen Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes.
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