Elektropolieren

Elektropolieren ist - vereinfacht ausgedrückt - ein umgekehrter galvanischer Prozeß. Dabei wird das anodisch geschaltete Werkstück mit Gegenkathoden versehen und in einem Elektrolyten auf der Basis von konzentrierten Mineralsäuren einer Gleichspannung ausgesetzt.

 

Die Parameter sind so gewählt, dass unter einebenden Bedingungen belastungsfrei Material abgetragen wird. Der Abtrag findet bevorzugt an Spitzen und Graten (Entgratungseffekt) statt, so daß glatte hochglänzende, nahezu inerte Oberflächen entstehen.

 

Elektropolierte Oberflächen weisen Vorteile auf, die in dieser Kombination durch andere Verfahren nicht erzielt werden können:

- metallische Reinheit und Passivität
- höchste Korrosionsbeständigkeit
- Entgratung im Mikro- und Makrobereich
- geringe Produktanhaftung bzw. verringerte Belagbildung
- günstiges Reinigungs- und Sterilverhalten
- weitgehende Partikelfreiheit
- Verfahrens- und Produktneutralität
- dekoratives und ansprechendes Aussehen.