
Nach unserer Erfahrung gilt grundsätzlich: Korrosionsschutz ist wirtschaftlicher als das Auswechseln der von Korrosion angegriffenen Bauteile. Dabei orientiert sich die Wahl des jeweiligen Reinigungsgrades am nachfolgenden Oberflächenschutz. Bei den mechanischen Reinigungsverfahren werden die Verunreinigungen durch mechanische Einwirkung abgelöst. Bei festen Verunreinigungen wird zumeist ein Reinigungswerkzeug eingesetzt. Flüssige Verunreinigungen werden meist durch das Aufbringen einer äußeren Kraft (z. B. Fliehkraft) von der Bauteiloberfläche entfernt. Die meisten mechanischen Reinigungsverfahren können sowohl von Hand als auch automatisiert durchgeführt werden.
Eines der wichtigsten physikalischen Behandlungsverfahren sind die Strahlverfahren. Strahlverfahren werden bei der Metallbearbeitung für drei Aufgabenbereiche eingesetzt:
- Oberflächenreinigung (z. B. Entfernung von Lack oder
Rost)
- Erzeugung definierter Oberflächen (z. B. Mattieren,
Satinieren)
- Erzeugen bestimmter Oberflächeneigenschaften (z. B.
Verdichten,
erzeugen von Eigenspannungen)
Beim Strahlen wird ein festes oder flüssiges Strahlmittel mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigende Oberfläche "geschossen". Die Reinigung erfolgt meist in einer Kombination aus der mechanischer Abrasionswirkung durch das Strahlmittel und einer strömungstechnischen Ablösung durch das Trägermedium oder das Strahlmittel selbst. Bei einigen Strahlverfahren wird die Reinigung zusätzlich durch ein Lösen der Verunreinigungen im Strahlmittel unterstützt.
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